cutlistlab

cutlistlabAnleitungen › Maserung beim Zuschnitt richtig beachten

Maserung beim Zuschnitt richtig beachten

Viele kostenlose Optimierer ignorieren die Maserung und drehen jedes Teil, um Material zu sparen. Das spart Platten, lässt deine Fronten aber uneinheitlich aussehen. Bei cutlistlab markierst du ein Teil als maserungsfest, dann läuft die Maserung über Schrank und Türen gleich, während Teile ohne sichtbare Maserung frei drehen und enger packen. Kostenlos, ohne Anmeldung.

Nahaufnahme einer Multiplexplatte mit deutlich sichtbarer, längs laufender Maserung

Was die Maserung für den Zuschnitt bedeutet

Sperrholz, Multiplex und furnierte Platten haben eine sichtbare Maserung in der Deckschicht: ein Muster, das längs über die Platte läuft. Wenn du Teile für einen Schrank oder eine Türenreihe zuschneidest, sollte diese Maserung auf jedem sichtbaren Teil gleich verlaufen. Hat eine Tür eine senkrechte Maserung und die nächste eine waagerechte, wirkt die Front uneinheitlich, selbst wenn jedes Teil exakt auf Maß ist.

Genau hier kommt ein einfacher Optimierer an seine Grenzen. Um Teile auf weniger Platten zu bringen, dreht die übliche Software jedes Teil um 90 Grad, sobald es hilft. Für einen verdeckten Einlegeboden ist das in Ordnung, auf einer sichtbaren Front kippt es die Maserung jedoch quer. Ein Zuschnittoptimierer, der die Maserung versteht, behandelt diese beiden Fälle unterschiedlich, statt alles blind zu drehen.

Wie cutlistlab das löst

In cutlistlab markierst du jedes Teil als maserungsfest oder frei. Ein maserungsfestes Teil behält seine Ausrichtung: Die Optimierung darf es überall auf der Platte platzieren, aber nicht drehen, sodass die Maserung mit allen anderen festen Teilen ausgerichtet bleibt. Ein freies Teil hat keine Maserung, auf die es ankommt (eine Rückwand, ein verdeckter Mittelsteg, ein Schubladenboden), darf also gedreht werden, um in Lücken zu rutschen.

Diese Mischung hält den Zuschnittplan dicht. Die sichtbaren Teile halten ihre Richtung, die freien Teile füllen den Rest drumherum. Da das Festlegen der Maserung eine Packoption entfernt, kann ein komplett maserungsfester Auftrag etwas mehr Material brauchen als ein komplett freier. Markierst du nur die Teile, die man sieht, und lässt den Rest frei, stimmt die Optik und der Zuschnitt bleibt effizient. Die Schnittfuge (die Breite, die das Sägeblatt je Schnitt wegnimmt) und ergänzte Reststücke fließen zusätzlich zu den Maserungsregeln ein, sodass Plattenanzahl und übrige Reststücke realistisch sind.

So gehst du vor

  1. Teile eintragen. Erfasse jedes Teil mit Länge, Breite und Stückzahl und gib ihm einen klaren Namen.
  2. Maserung markieren. Setze die sichtbaren Teile (Türen, Fronten, Seiten, Deckel) auf maserungsfest. Lass verdeckte Teile frei, damit sie drehen dürfen.
  3. Platte und Schnittfuge wählen. Nimm eine Standardplatte (etwa 2440 × 1220 oder 2500 × 1250 mm) oder dein eigenes Maß und stelle die Schnittfuge ein, damit die Teile auf Fertigmaß kommen. Ergänze vorhandene Reststücke.
  4. Zuschnittplan lesen. Die Optimierung legt alles auf möglichst wenige Platten, hält die Maserung auf den festen Teilen richtig und zeigt die Schnitte, die Plattenanzahl und was übrig bleibt.

Soll die Maserung richtig laufen? Öffne den kostenlosen Optimierer, markiere deine maserungsfesten Teile und hol dir einen Zuschnittplan mit dem geringsten Verschnitt. Ohne Anmeldung, nichts zu installieren.

Maserung in der Praxis

Angenommen, du schneidest die Teile für einen kleinen Hängeschrank aus einer furnierten Platte. Die beiden Türen und der Deckel sind sichtbar, also markierst du sie maserungsfest: Ihre Maserung soll senkrecht laufen, und die Optimierung soll sie nicht kippen. Die beiden Einlegeböden sitzen innen und sind nie zu sehen, also lässt du sie frei drehen.

Teil Maß (mm) Anz. Maserung
Tür700 × 3962fest
Deckel800 × 3201fest
Einlegeboden760 × 3002frei

So behalten Türen und Deckel ihre Maserung in der richtigen Richtung, während die beiden Einlegeböden quer gedreht in die übrigen Lücken rutschen. Das Ergebnis ist eine Platte mit lauter passenden sichtbaren Flächen und, grob gesagt, eine vollere Platte als wenn du jedes Teil festlegst. Die genauen Zahlen hängen von deinen Maßen und der Schnittfuge ab, nimm das also als Beispiel, nicht als Versprechen.

Häufige Fragen

Warum ist die Maserung beim Zuschnitt wichtig?

Bei Sperrholz, Multiplex und furnierten Platten ist die Maserung der Deckschicht sichtbar. Läuft sie an Schrank oder Türen unterschiedlich, wirkt das fertige Möbel uneinheitlich.

Wie geht cutlistlab mit der Maserung um?

Du markierst jedes Teil als maserungsfest oder frei. Feste Teile behalten ihre Ausrichtung, damit die Maserung gleich läuft, freie Teile drehen und packen enger.

Erzeugt das Festlegen der Maserung mehr Verschnitt?

Es kann, da eine Packoption wegfällt. Markierst du nur die sichtbaren Teile als maserungsfest, bleibt der Zuschnittplan effizient.

Werden Schnittfuge und Reststücke weiter berücksichtigt?

Ja. Du stellst die Schnittfuge ein und ergänzt deine Reststücke, und die Maserungsregeln gelten zusätzlich.

← Zurück zu allen Anleitungen