Was ist Spanplatte?
Spanplatte besteht aus verpressten Holzspänen, die mit Harz gebunden sind: günstig und schön plan, aber weniger stabil als Multiplex und empfindlich gegen Feuchtigkeit. Roh siehst du sie selten, meist ist sie mit einer dekorativen Melaminschicht beschichtet, woraus die Möbelbauplatte (beschichtete Spanplatte) wird. Rohe Spanplatte nimmt man vor allem dort, wo sie verdeckt oder noch beschichtet wird.
Typen
- Standard-Spanplatte: verdeckte Konstruktionen, Unterböden, günstige Korpusse.
- Feuchtebeständige Spanplatte (oft grün durchgefärbt) für feuchte Bereiche, Schnittkanten trotzdem versiegeln.
- Beschichtete Spanplatte (Möbelbauplatte): fertig in Weiß oder Holzdekor, direkt einsatzbereit.
Welche Dicke?
- 18 mm: Korpusse und Regalböden.
- 12 mm: leichtere Teile.
Sauber zuschneiden
Der Spankern kann an der Kante ausbrechen, deshalb nimmst du ein scharfes, feinzahniges Sägeblatt, ritzt die Linie zuerst vor und unterlegst ein Opferbrett. Eine Tauchsäge mit Führungsschiene liefert hier die saubersten Schnitte. Halte die Schnittkanten sauber und umleime sie, denn der Kern saugt Feuchtigkeit am schnellsten auf. Stütze die Platte ab, damit sie nicht durchhängt und das Sägeblatt einklemmt.
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Häufige Fragen
Ist Spanplatte stabil genug für Regalböden?
Für kurze, abgestützte Böden ja, über breite Spannweiten biegt sie sich durch. Nimm 18 mm und halte die Spannweite kurz, oder wähle für breite und tragende Böden Sperrholz.
Verträgt Spanplatte Feuchtigkeit?
Standard quillt auf, nimm in feuchten Bereichen feuchtebeständige (grüne) Spanplatte und versiegle die Schnittkanten.
Wie verhindere ich ausgerissene Kanten?
Scharfes, feinzahniges Sägeblatt, Linie zuerst vorritzen und ein Opferbrett unterlegen.