Was die Schnittfuge ist
Die Schnittfuge ist die Breite an Material, die ein Sägeblatt bei jedem Durchgang wegnimmt. Die Zähne schneiden keine Linie ohne Breite, sie fräsen eine Nut und verwandeln diesen Streifen in Sägemehl. Bei den meisten Kreissägeblättern liegt die Schnittfuge bei etwa 3 mm. Dünnschnitt-Blätter nehmen etwas weniger weg, und eine Stichsäge oder Tauchsäge kann abweichen. Deshalb misst du den Wert besser, statt ihn zu raten.
Diese Breite ist wichtig, weil ein Zuschnittplan davon ausgeht, dass du die Teile Kante an Kante legen kannst. In Wirklichkeit liegt zwischen je zwei Teilen eine volle Schnittfuge an verlorenem Material. Ein Schnitt fällt kaum auf. Heikel wird es, wenn du viele davon machst.
Warum sich die Schnittfuge aufsummiert, mit Rechenbeispiel
Jeder Schnitt frisst eine Schnittfuge, der Verlust ist also über eine Reihe von Teilen kumulativ. Machst du zehn Schnitte mit 3 mm, hast du schon 30 mm weggenommen. Das ist echtes Material, weg, bevor du das letzte Teil überhaupt platziert hast.
Ein Beispiel. Du willst sechs Böden mit je 380 mm Breite aus einer Plattenlänge von 2440 mm zuschneiden. Die nackte Rechnung sagt: 6 mal 380 mm sind 2280 mm, das passt mit Luft in die 2440 mm. Aber hinter jedem Boden sitzt eine Schnittlinie. Sechs Schnitte mit 3 mm nehmen 18 mm weg. Du brauchst also 2280 mm plus 18 mm, das sind 2298 mm. Passt noch, aber der Puffer ist gerade von 160 mm auf gut 140 mm geschrumpft.
Jetzt treib es auf die Spitze: Du willst sieben Böden mit 380 mm. Nackte Rechnung sind 2660 mm, schon über 2440 mm, also wusstest du, dass eine zweite Plattenlänge nötig ist. Subtiler wird es bei knappen Layouts. Wenn die Teile die Platte fast ganz füllen, ist genau eine vergessene Schnittfuge das, was das letzte Teil über die Kante schiebt und dich zu einer Platte zwingt, die du nicht eingeplant hattest.
Wie du die Schnittfuge deines Sägeblatts misst
Rate nicht vom Karton. Miss mit dem Messschieber über die Hartmetallzähne, denn die stehen etwas breiter als der Stahlkörper und legen die Nutbreite fest. Kein Messschieber zur Hand? Mach einen Probeschnitt in einem Reststück und miss die Breite der Nut. Schreib diesen Wert auf (zum Beispiel 3,0 mm oder 3,2 mm) und nutz ihn immer wieder, denn dasselbe Blatt liefert jedes Mal dieselbe Schnittfuge. Mehr zum Blatt selbst steht in der Anleitung das richtige Sägeblatt für Plattenmaterial.
Wie ein Zuschnittrechner mit der Schnittfuge umgeht
Ein Zuschnittrechner nimmt dir die Rechnerei ab. Du trägst die Schnittfuge einmal ein, und die Optimierung zieht für jede Schnittlinie eine Schnittfuge ab, während sie die Teile auf der Platte packt, und addiert die Verluste laufend statt nur einmal. Heraus kommt ein Layout, in dem jedes Teil auf sein echtes Fertigmaß ausgelegt ist, die Schnittreihenfolge die verlorenen Streifen schon berücksichtigt und die Plattenzahl dem entspricht, was du an der Säge wirklich brauchst.
Das ist der Unterschied zwischen einem Plan, der auf dem Papier stimmt, und einem, der an der Werkbank aufgeht. cutlistlab macht es für dich: Schnittfuge einstellen, Teile eintragen, und Zuschnittplan, Zuschnittliste und Plattenzahl rechnen alle das Sägeblatt mit ein. Wie die Schnittfuge entsteht und warum Dünnschnitt-Blätter helfen, liest du unter Schnittfuge einfach erklärt.
Hör auf, Sägeblattbreiten von Hand zu zählen. Öffne den kostenlosen Zuschnittrechner, trag deine Schnittfuge und deine Teile ein und bekomm einen Zuschnittplan, in dem die Schnittfuge schon drin steckt. Ohne Anmeldung, nichts zu installieren.
Häufige Fragen
Was ist die Schnittfuge?
Die Breite an Material, die das Blatt bei jedem Schnitt in Sägemehl verwandelt, oft etwa 3 mm. Dünnere Blätter nehmen weniger weg.
Wie messe ich die Schnittfuge meines Sägeblatts?
Miss mit dem Messschieber über die Hartmetallzähne, oder mach einen Probeschnitt und miss die Nut. Diesen Wert trägst du als Schnittfuge ein.
Warum summiert sich die Schnittfuge über viele Schnitte?
Jeder Schnitt nimmt eine Schnittfuge weg, das ist kumulativ. Zehn Schnitte mit 3 mm nehmen 30 mm weg, genug, um das letzte Teil von einer vollen Platte zu schieben.
Wie geht der Rechner mit der Schnittfuge um?
Du stellst sie einmal ein. Der Rechner zieht pro Schnittlinie eine Schnittfuge laufend ab, so wird jedes Teil auf sein echtes Maß geschnitten und die Plattenzahl bleibt realistisch.