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Kapitel 29

Die Bauanleitung

Eine druckbare Anleitung für deinen Schrank: Schnittliste, Beschläge, Bohrplan je Teil und der Zusammenbau Schritt für Schritt, mit Zeichnungen.

Die Anleitung öffnen

Lieber zuschauen? Das Video Von der Schnittliste zur Bauanleitung zeigt, was die Anleitung dir gibt.

Oben im Schrankplaner steht der Knopf Bauanleitung, neben Was brauche ich. Er erstellt eine PDF-Datei und legt sie in deinen Download-Ordner. Das Dokument ist komplett aus deinem Entwurf berechnet: jedes Maß, jedes Loch und jeder Schritt gehört zu dem Schrank auf deinem Bildschirm. Es ist für A4 gesetzt, und die Zeichnungen sind Vektoren, ein Bohrplan bleibt also scharf, so weit du auch hineinzoomst. Bei einem großen Schrank dauert es einen Moment: der Kleiderschrank aus unserem Beispiel hat 54 Seiten. Klappt die Datei nicht, bekommst du die Anleitung als Webseite heruntergeladen und kannst von dort drucken.

Bei einem flachen Schrank sitzen kurze Klötze zwischen der vorderen und hinteren Sockelleiste. Die App erklärt den Grund. Zuschnittliste, 3D, STEP und Bauanleitung verwenden dieselben Maße. Die Anleitung beschreibt auch das Zuschneiden und Verleimen dieses kompakten Rahmens. Die Schraubenlänge für die Sockelblende richtet sich nach der Plattendicke und der tatsächlichen Dicke der vorderen Leiste; die Materialliste nennt dieselbe Länge. Fehlt einem Einlegeboden unter der Schräge die Auflage, setze eine Trennwand darunter oder lege den Boden tiefer, bis beide Seiten aufliegen. Der Entwurf wird nicht automatisch geändert.

Fehlt einem Einlegeboden die Auflage unter der Schräge, passt ein Schubkasten nicht vollständig an seine schräge Front, oder ist eine Tür zu dünn für die berechnete Topfbohrung, enthält der Download nur einen Stopphinweis. Er enthält dann keine Schnittliste, Bohrpläne oder Montageschritte. Passe den Entwurf an und erstelle die Anleitung erneut, bevor du weiterbaust. Befestige einen beweglichen Auszug nicht an der Wand, sichere aber den festen Außenschrank gegen Kippen.

In einer Schrankreihe bekommt jeder Schrank seine eigene Anleitung: wähle zuerst den Schrank (den Buchstaben) und öffne dann den Knopf. Ein Apothekerauszug ist selbst ein Schrank in der Reihe, gehört aber in die Anleitung des Schranks drumherum; wählst du den Auszug und öffnest den Knopf, bekommst du ebenfalls diese Anleitung. Der Auszug steht vollständig darin: seine Schnittliste, Beschläge, Bohrpläne und Bauschritte, direkt vor dem Schritt, in dem er in den Schrank geschoben wird. Seine Front setzt du auf der Werkbank daran, danach kommt er samt Front in den Schrank. Das letzte Kapitel Schrankreihe beschreibt, wie du die Schränke verbindest. Beim Schritt mit den Montageleisten steht eine Nahaufnahme des Führungssystems, in derselben Bauweise, die der Schrankkonfigurator zeichnet: von vorn der Schnitt durch eine Führung, mit der Montageleiste des Schranks auf dem Fachboden, dem Korpusteil der unteren Führung hochkant davor, der eigenen Leiste des Auszugs daneben und dem Versatz darunter; von der Seite dieselben Teile in der Tiefe. Die untere Führung trägt, die obere liegt flach unter dem Teil darüber und hält den Auszug nur gerade. Die Höhe in dieser Nahaufnahme ist nicht maßstäblich, damit die Teile groß genug bleiben.

Montage und Aufstellen

Aufstellen erfolgt am Montageplatz. Danach montierst du Böden, Fronten und Beschläge. Platzieren und befestigen folgt nach der Montage: Stelle den Schrank an den endgültigen Platz, richte ihn waagerecht aus und befestige ihn. Bei Stellfüßen folgen dort die Höhenkontrolle und die separate Sockelblende. Ein Hängeschrank kommt zuerst als leichter Korpus an die Wand, danach setzt du Böden, Schubladen und Fronten ein.

Was darin steht

Auf dem Deckblatt stehen das Logo mit der Webadresse, auf der du die Anleitung erstellt hast, der Schrank als Zeichnung und unten ein Schriftfeld wie auf einer Werkzeichnung: Projekt, Datum, Außenmaß, Material, die Anzahl der Teile und Montageschritte und die Anzahl der Blätter (Letzteres nur in der PDF-Datei). Jedes Blatt hat oben das Bildzeichen mit dem Projektnamen und unten die Webadresse mit der Blattnummer, zum Beispiel Blatt 3 von 45. So legst du lose Blätter auf der Werkbank wieder in die richtige Reihenfolge.

Rechts neben dem Schriftfeld steht ein QR-Code mit Scannen, um diesen Entwurf zu öffnen darunter. Scannst du ihn mit dem Handy, öffnet die App mit deinem Entwurf: dem Schrank oder der ganzen Schrankreihe, mit der Schnittliste und den Platten, die sich daraus ergeben. So holst du den Entwurf an der Werkbank wieder hervor oder gibst den Ausdruck jemand anderem. Ist das Projekt schon auf deinem Gerät oder in deinem Konto, öffnet der Scan genau dieses Projekt und legt keine Kopie an; wurde es seit dem Ausdruck geändert, sagt die App das, und Version der Anleitung öffnen öffnet die Version des Ausdrucks als Kopie. Der Entwurf steckt vollständig im Code selbst; nichts wird auf einem Server gespeichert, und niemand kann ihn über uns einsehen. Maße, die du in der Schnittliste von Hand geändert hast, kommen nicht mit, denn die Schnittliste wird neu aus dem Schrank abgeleitet. Bei einem großen Entwurf, zum Beispiel einem Eckschrank mit zwei Nachbarschränken, wird der Code größer, damit er sich scannen lässt.

Material und Schnittliste
Dieselben Nummern wie in der Schnittliste und im Zuschnittplan, mit Maß, Dicke, Material, Anzahl und Faserrichtung. Darunter Beschläge (dieselbe Zählung wie in Was brauche ich) und Schrauben, Leim und Umleimer: die Schrauben, Montageplatten, der Leim und die Meter Umleimer, die die Schritte zusammen brauchen.
Werkzeug
Abgeleitet davon, was dein Schrank braucht: ein Forstnerbohrer 15 mm steht nur dabei, wenn Exzenter drin sind, eine Bohrlehre nur bei einer Lochreihe, ein Bügeleisen nur bei Umleimern. Unter der Liste steht je Bohrlehre (Lochreihe, Topfband, Exzenter, Dübel), wie du sie benutzt, mit den Maßen deines Schranks, und ein Link zum Hersteller einer gängigen Lehre. Danach Sicher arbeiten, fünf feste Regeln.
Verbindungen und Beschläge: so funktionieren sie
Dieselben Zeichnungen wie hinter den i-Knöpfen in der App: wie ein Exzenter arbeitet, wo der Bodenträger sitzt, die drei Arten Topfband, die Lochreihe und die Führungsmaße der ersten Schublade. Lies das zuerst, wenn die Wörter neu für dich sind.
Bohrplan je Teil
Je Teil eine Ansicht mit allen Löchern: Seiten von innen gesehen, Boden, Deckel und Fachböden auf dem Kopf (die Exzentergehäuse sitzen in der Unterseite), Trennwände auf ihrer linken Fläche, Türen von hinten, Schubladenseiten von außen. Kommt auf beide Seiten einer Platte etwas, bekommt jede Seite eine eigene Zeichnung: eine Draufsicht neben der Unteransicht, eine rechte Fläche neben der linken. Nie gestrichelt durch die Platte hindurch. Bei einer Lochreihe in einer Trennwand nennt die Legende die Fläche der Zeichnung; die Anzahl gilt nur für diese Fläche und kann auf der anderen Seite abweichen. Rechts unten steht eine kleine Lagezeichnung: der ganze Schrank ohne Fronten, mit genau diesem Teil ausgefüllt und ein Stück zu dir herausgezogen, die gestrichelte Linie an seinem Platz. Das ist nötig, weil die Nummer aus der Schnittliste oft nicht eindeutig ist: drei Böden mit der Nummer 12 unterscheiden sich nur in der Höhe. Darunter steht, in welchem Montageschritt das Teil wiederkommt. Die Maße stehen als Maßlinien an den Rändern; die Legende nennt je Lochart Durchmesser und Tiefe. Jede Lochart hat eine eigene Form und Größe, damit ein Ø-5-Bodenträgerloch, ein Ø-8-Dübelloch, ein Ø-15-Exzentergehäuse und ein Ø-35-Topf auf dem Blatt nicht gleich aussehen; die Legende zeigt dieselben Formen. Große Löcher sind maßstäblich gezeichnet, kleine etwas größer als maßstäblich, sonst sind sie auf Papier nicht zu sehen. Nut und Falz erscheinen als Band. Siehe Gängige Maße für die Quelle dieser Maße.
Montage
Schritt für Schritt, mit einer Zeichnung je Schritt: das neue Teil ockerfarben, etwas versetzt, mit einem Pfeil und einer gestrichelten Linie dorthin, wo es hinkommt; das Teil, an dem es befestigt wird, dunkelgrau, alles andere schon Gebaute hellgrau. Kommen viele Teile auf einmal dazu, stehen sie ockerfarben an ihrem Platz. Der Pfeil zeigt immer in die Richtung, in die die Dübel und Exzenterbolzen stehen, denn nur so kann das Teil hinein. Die Reihe beginnt mit einem Schritt je Platte, auf die Beschläge kommen: die Führungen, die Montageplatten und die Kleiderstangenhalter schraubst du auf, solange das Teil noch flach auf der Werkbank liegt, und bei einem Apothekerauszug die Montageleisten mit den unteren Führungen auf den Boden und die oberen Führungen unter das Teil darüber. Auch Fronten kommen auf der Werkbank an ihre Schublade oder ihren Auszug, bevor diese in den Schrank kommen. Trägt eine Trennwand auf beiden Flächen Beschläge, bekommt sie zwei Schritte, jeweils mit dieser Fläche oben. Danach baust du den Korpus liegend (so zeigen es auch die Zeichnungen) und stellst den Schrank für die weitere Montage auf. Bei Stellfüße mit abnehmbarer Sockelblende montierst du die Blöcke und Füße zuerst am abgestützten, liegenden Korpus, bevor du ihn aufrichtest. Ein Schrank mit Trennwänden liegt dabei auf seiner Vorderseite statt flach: alle Teile stehen dann hochkant und bleiben von selbst stehen, und die Rückseite zeigt nach oben, damit die Rückwand danach einfach darauf kann. Das spart einmal Kippen. Die Reihenfolge des Korpus ist berechnet: jedes Teil geht in einer geraden Bewegung auf alle seine Dübel und Bolzen zugleich, und nie an den herausstehenden Bolzen eines Teils vorbei, das schon steht. Geht ein einzelnes Teil so nicht hinein, setzt du zuerst auf der Werkbank eine Vormontage zusammen, etwa zwei Böden mit der kleinen Trennwand dazwischen, und schiebst dieses Ganze in einer Bewegung an seinen Platz. Nur wo es in keiner Reihenfolge einen geraden Weg gibt, kommt eine Confirmat-Schraube hin, die du nach dem Einsetzen drehst. Jeder feste Boden und jede Trennwand bekommt einen eigenen Schritt, und die Zeichnung zeigt nur, was zu diesem Zeitpunkt wirklich sitzt: ein Teil, das noch kommt, steht nicht schon an seinem Platz. Unter jedem Schritt stehen die Beschläge dieses Schritts und, bei Fronten, die Lage jeder Front.
Einstellen und prüfen
Die drei Stellschrauben eines Topfbands, schief laufende Schubladen, die Diagonalen und die Kippsicherung. Nur die Punkte, die zu deinem Schrank gehören. Prüfe bei einer Klappe nach unten, ob sie offen waagerecht liegt. Die Endkontrolle verlangt nur dann eine bündige Fläche mit der Platte darunter, wenn alle Klappen nach unten laut Berechnung auf dieser Höhe liegen. Eine einliegende Klappe kann offen höher liegen; stelle sie nicht auf die Höhe der Platte darunter ein.

Worauf du achten musst

Befestige zuerst Blöcke und Füße am Korpus, stelle ihn auf und richte ihn aus, dann passe die Sockelblende an. Montagelöcher für die Füße: vor Ort bohren. Montageblöcke und Sockelclips erhalten keine CNC-Bohrungen. Die Fuß- und Blockpositionen sind schematisch, kein genaues Bohrprofil. Montiere nach der mitgelieferten Herstellerdokumentation.

Achtung Die Bohrmaße folgen den Werksmaßen von Hettich, Blum und Häfele (System 32, Minifix 15, Topf Ø 35, Kugelführung mit Achse auf 23 mm). Kaufst du andere Beschläge, vergleiche zuerst deren Montageblatt mit dem Bohrplan. Das ist dieselbe Regel wie in Schubladen, Türen und Beschläge: kauf die Beschläge, bevor du bohrst.

Die Anleitung folgt deinen Entscheidungen in der App. Ein Boden auf Trägern bekommt Trägerlöcher, ein fester Boden Exzenter oder Dübel; eine Schublade mit eigenem Vorderstück bekommt Schraublöcher für die Front, eine Schublade, deren Front die Vorderseite des Kastens ist, bekommt Dübel; eine Rückwand in Nut oder Falz bekommt eine Nut in Seiten, Boden und Deckel. Passt etwas nicht zu dem, was du bauen willst, ändere es im Entwurf und öffne die Anleitung neu; das Dokument selbst kannst du nicht bearbeiten.

Zwei Dinge stehen bewusst nicht in der Beschlagliste der App, aber in der Anleitung: die Schrauben und Dübel der Schubkästen und die Exzenter für einen Boden auf Trägern, auf dem eine Trennwand steht (die Anleitung sagt dann, dass du sie dazukaufst). Der Rahmen eines Sockels besteht aus Latten und steht nicht in der Schnittliste; der Schritt nennt Maß und Anzahl.